Rockability and shit

Manchmal habe ich das Problem den passenden Aufhänger zu finden. Denn manchmal tun meine Gedanken genau das: sich aufhängen. Mein Plan ist es, immer auch eine nachdenkliche Note mit einfließen zu lassen. Aber wie schlägt man einen schönen Bogen zu den Bildern?  Es gibt so viel, über das ich reden wollen würde, aber so aus dem Nichts gestampft, sind es dann doch nur pseudo-intellektuelle Worthülsen.

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Die Scheuklappen der Arbeit

Seit dem ich eine 40h Woche bestreite, dreht sich mein Leben hauptsächlich um die Arbeit. Als ich noch gemütlich als Studentin die Beine hochgelegt habe, da war viel Platz für freie Gedanken und neue Interessen. Doch wenn der Kopf nicht mehr frei sein kann, da sich 90% des Lebens plötzlich um den Beruf dreht, dann wird es immer schwieriger abseits der Routen zu denken. Während ich früher stundenlang Diskussionen in meinem Kopf geführt habe, breche ich sie mittlerweile auf ein Minimum herunter, weil sie sowieso nicht stattfinden werden. Und wo ich früher mit Freunden ewig über die Gesellschaft und Moral philosophieren konnte, da wird heute über die Arbeit gesprochen. Wie hat sich der Chef verhalten? Warum ist die Mitarbeiterin so faul? Wieso werden unsere Vorschläge vehement abgelehnt, nur weil sie was Neues bedeuten? Und während man versucht frisch gebacken in seinem Job die alten Strukturen zu durchbrechen und neu und innovativ zu sein, rutscht man unbemerkt genau in diese engstirnigen Strukturen hinein und auf einmal denkt man in der Freizeit über neue Konzepte und andere Strategien nach. Und die kritische Auseinandersetzung mit dem Leben beschränkt sich auf diesen winzigen Bereich der Welt.

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Und hier ist der Bogen

Als ich genau über diese Dinge nachgedacht habe, da fiel mir auf, was mir an diesen Rockability-Bildern so gefällt. Nietenleggings, Lederjacke und Highheels – verwegen und cool. Frei von Zwängen und Konventionen. Ungebunden an Zeit und Raum. Na gut, vielleicht nicht ganz. Aber Ungebunden von Arbeitszeiten und Büroräumen. Ein Ausbruch, der so nur auf den Bildern existiert, aber den man so gerne fühlen würde. Wie eine mega coole Actionbraut durchs Bild laufen, alle drehen sich zu einem um, mit einem Fingerschnipsen die Feinde besiegen, um dann unberührt und selbstsicher grinsend im Nebel zu verschwinden. Was danach kommt interessiert einfach nicht. Bam, das wär’s! Zumindest für mich. So in meinem Kopf. Aber mein Feind, den ich selbstsicher mit einem Fingerschnipsen besiege, ist die Kaffeemaschine, und der Nebel in dem ich verschwinde, ist der Schlaf, der leider viel zu kurz kommt und der mir in der Früh auch das Hirn vernebelt, wenn ich wieder daraus auftauchen will. Aber so ist das nun mal. Man kann nicht alles haben. Zumindest besitze ich diese Klamotten in Wirklichkeit. Das ist doch schon mal etwas. Oder was sagt ihr?

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Love ♥ Dorie

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0 Gedanken zu &8222;Rockability and shit&8220;

  1. Liebe Dorie, ich finde dich bildschön und inspirierend, daher habe ich dich für den „Sunshine-Award“ nominiert. Ich hoffe, dass du mitmachst.
    Liebe Grüße aus der Universitätsstadt Mannheim💜

  2. Hey Dorie, du sprichst mir hier aus der Seele. Mir war auch immer wichtig neben diesem 40 Stunden-Hamsterrad etwas zu tun was mir etwas bedeutet. Meine Arbeit macht mit zwar Spass, aber wie du geschrieben hast: Es gibt eben kaum mehr Platz für andere Gedanken…
    Schön das du deine Gedanken hier zum Ausdruck bringst!

  3. Sehr cooler Look! Und das mit dem „Bogen“ kennen wir zu gut 😀 Finden’s nämlich auch immer schöner, ein Outfit nicht nur zu beschreiben, sondern vielleicht auch ein Thema/Gedanken in den Beitrag einzubringen, den/die wir damit verbinden. Das macht deinen Blog auch besonders lesenswert 😉
    Dir ein tolles Wochenende noch!

    1. Hi Rina!
      Ich denke das ist einerseits Typsache und auch wo man arbeitet. Ich für meinen Teil kann aber auch empfehlen möglichst lange zu studieren 😀
      Danke dir für den Kommentar 🙂 Schönen Sonntag!

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