Veränderung

Veränderung

Posted: April 17, 2020 by Dorie

English version below

Hallo ihr schönen Menschen, willkommen zurück zu meinem Podcast. Heute geht es um das Thema Veränderung.

Nichts bleibt so wie es ist. Das ist nichts Neues, wir haben ja genug schlaue Sprüche in unserem Alltag dazu. Bspw. „Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei“ oder „Nichts bleibt so wie es ist“. Aber normalerweise sehen wir das ja in einem negativen Zusammenhang. Zum Beispiel der Urlaub, die Beziehung oder die Freundschaft die vorbei gehen.

Es wird meist negativ aufgefasst, was das „Vorbeigehen“ betrifft. Und natürlich macht uns Veränderung Angst, denn wir suchen ja intuitiv nach Stabilität in unserem Leben. Nach Routinen, nach etwas, woran man festhalten kann. Der Gedanke, dass nichts so bleibt wie es ist, das macht einen ganz unrund. Wenn nichts so bleibt, wie es ist, muss man sich ja ständig anpassen. Und in unserem Kopf ist das ja wahnsinnig anstrengend. Aber tatsächlich können wir das und tun es ja auch jeden Tag aufs Neue, schließlich BLEIBT ja nichts so wie es ist.

Veränderung birgt Hoffnung

Aber es gibt auch den positiven Aspekt der Veränderung. Das ist mir auf der Reise klar geworden. Das ewige Sich-Verändern bringt auch etwas Gutes mit sich. Das klingt paradox, weil auf einer Weltreise will man doch nicht, dass es vorbei geht. Aber auf so einer Reise passieren ja nicht nur großartige Dinge. Man sieht das nicht auf Social Media, aber es gibt durchaus auch negative Erlebnisse. Und da ist es mir bewusst geworden, dass das Wissen, dass etwas nicht so bleibt und nie so bleiben wird, auch etwas Heilendes hat und sehr viel Hoffnung mit sich trägt.

Physische Änderung

Da gibt es 2 Beispiele: Ich hatte Dengue Fieber in Sri Lanka. Uns ging es so schlecht, dass wir ins Krankenhaus mussten, aber der Gedanke, dass es nicht so bleiben wird, hat mir immer Hoffnung gegeben. „Irgendwann habe ich es überstanden und irgendwann habe ich es hinter mir. Dieser Zustand geht vorbei“. Dieser Gedanke hat mir immer Halt gegeben. Wenn man sich da aber reinsteigert in den Moment, dann hat man das Gefühl, dass es nie vorbei geht.

Emotionale Veränderung

Oder wenn es einem einfach mal emotional nicht gut geht. Ich habe auch viele interessante Menschen getroffen und natürlich gab es auch Momente oder ganze Tage, wo ich auch mal einen Herzschmerz hatte. Da war ich traurig und habe mich nicht wohl gefühlt.  Aber auch hier hat mir der Gedanke „Es wird vorbei gehen“ wieder Hoffnung gegeben. Man soll sich ruhig mit seinen Emotionen auseinandersetzen und man kann sich auch mal im Herzschmerz fallen lassen und es voll und ganz fühlen. Aber wenn man sich einredet „Oh Gott, ich werde nie wieder glücklich sein und nie wieder so eine Person finden“, dann wird es noch viel schlimmer.

Aber wenn man sagt: „Okay, ich bin traurig. Die Person hat mich verletzt/ ich vermisse die Person (oder was auch immer den Herzschmerz verursacht), aber es wird vorbei gehen. Ich setze mich jetzt aktiv damit auseinander und in ein paar Wochen, vielleicht sogar schon in ein paar Tagen, sieht die Welt ganz anders aus“, dann gibt das einen auch Hoffnung und man lässt sich nicht zu tief fallen. Denn man weiß, es wird vorbei gehen.

Die Geduld haben auf das nächste Kapitel zu warten

Da wurde mir auf meiner Reise bewusst, alles was Negativ ist, wird durch den Aspekt der Veränderung relativiert. Klar kann man nicht sagen, dass alles sofort am nächsten Tag vorüber ist. Aber jeden Tag ändert sich immer ein bisschen was. Und wir sind heute nicht mehr die, die wir gestern waren. Auch eine wichtige Erkenntnis. Und jeder negative Tag geht vorbei. Wenn man schlechte Zeiten erlebt, dann muss man sich vor Augen führen: Bis jetzt habe ich alles irgendwie überlebt. Ich bin immer noch da, ich habe alles irgendwie gemeistert und alles hat sich bisher immer irgendwie ergeben.

Und man muss den Fakt akzeptieren, dass nicht jeder Tag gut sein kann, man kann es auch nicht krampfhaft ändern. Aber man muss einfach abwarten, bis das Kapitel rum ist. Und danach wird wieder ein neues Kapitel aufgeschlagen und man muss die Geduld haben, dass man wartet, bis wieder positive Zeiten kommen. Negative Erfahrungen und Gefühle verblassen mit der Zeit, auch wenn man gerade nicht das Gefühl hat, dass es so it.

Gerade in Zeiten von Corona, wo wir alle festsitzen und es sich ewig anfühlt: Auch das wird vorbei gehen. Es wird Spuren hinterlassen, die Welt wird sich verändern, aber es wird vorbei gehen. Dieser Zustand wird nicht für immer so sein, und das wissen wir alle. Und das muss man sich auch mal bewusst machen, sonst dreht man ja irgendwann am Rad.

Veränderung gehört zum Leben

Veränderung macht auch Angst, vor allem wenn man gerade positive Zeiten erlebt. Man will den Status Quo beibehalten. Aber wer rastet der rostet und Veränderung gehört zum Leben dazu und in vielen Situationen kann Veränderung auch Mut machen. Egal, ob Herzschmerz, Trauer oder was einem sonst Kopfschmerzen bereitet: Alles geht vorbei.

Auch im Alltag, bspw. im Berufsleben, muss man sich vor Augen führen, dass nichts für immer so bleibt. Nehmen wir an, dass man den eigenen Job nicht mag. Dann kann man entweder die Änderung durch Kündigung oder ein offenes Gespräch oder ähnliche Handlungen aktiv herbeiführen. Oder aber – da nicht jeder die Möglichkeit hat aktiv etwas zu ändern – sich der Sache bewusst werden, dass nichts so bleibt wie es ist. Wir müssen warten, bis sich etwas ändert (und dann dafür bereit sein). Das kann eine frei gewordene Stelle sein oder eine Umstrukturierung in der Firma oder ein Jobangebot von außerhalb. Man muss sich vor Augen führen: Auch wenn ich jetzt aktuell meine Situation nicht aktiv ändern kann, nichts bleibt so wie es ist.

Das ist eine Lektion, die ich auf meiner Weltreise gelernt habe: Veränderung muss nicht immer etwas Negatives bedeuten, in ihr steckt auch ganz viel Hoffnung. Und in schlechten Zeiten sollten wir uns dieser Tatsache öfter mal bewusst werden, als immer nur zu bedauern, wenn etwas Schönes vorbei gegangen ist.

Ich hoffe, dass ich euch damit etwas Hoffnung geben konnte und ich bin gespannt, was ihr zu dem Thema sagt.


English version

Change

Hello beautiful people, today is about change. Nothing stays the same. This is no news. But usually we see this in a negative context. For example holiday, relationship or friendship that passes. It is usually seen in a negative light when it comes to „change“. And of course change scares us, because we intuitively look for stability in our life. For routines, for something to hold on to. The thought that nothing stays the same makes you feel unstable. If nothing stays the way it is, you have to adapt constantly. And in our heads it’s incredibly exhausting. But actually we can do that and we do it every day anew. Because after all, nothing stays the way it is.

Change holds hope

But there is also the positive aspect of change. I realized that during my worldtrip. The eternal changing also brings something good with it. That sounds paradoxical, because a trip around the world you don’t want to end, right?! But on such a journey not only great things happen. You don’t see it on social media, but there are also negative experiences. And that’s when I realized that the knowledge that something doesn’t stay this way and will never stay this way also has a healing effect and carries a lot of hope with it.

Physical change

There are 2 examples: I had dengue fever in Sri Lanka. We were so badly off that we had to go to hospital, but the thought that it would not stay like that always gave me hope. „At some point I got over it and this condition will pass„. This thought has always given me support. But when you suffer in this moment, you have the feeling that it will never pass.

Emotional change

Or when you just feel emotionally unwell. I have also met many interesting people and of course there were moments or whole days when I also had a heartache. I was sad and did not feel well. But again the thought „It will pass“ gave me hope. You should calmly deal with your emotions and you can also let yourself fall in heartache and feel it fully. But if you tell yourself „Oh God, I will never be happy again and never find such a person again„, then it will be much worse. But if you say, „Okay, I’m sad. The person hurt me/ I miss the person (or whatever is causing the heartache), but it will pass. I’m actively dealing with it now and in a few weeks, maybe even in a few days, the world will look very different„, then it also gives you hope and you don’t let yourself fall too far. Because you know it will pass.

Having the patience to wait for the next chapter

On my journey I became aware that everything that is negative is relativized by the aspect of change. Of course you cannot say that everything is over the next day. But every day something always changes a little bit. And today we are no longer who we were yesterday. Also an important insight. And every negative day passes.

When you experience bad times, you have to remember: I’ve survived everything so far. I’m still here, I’ve somehow mastered everything and everything has always somehow turned out well. And you have to accept the fact that not every day can be good, you can’t change it spasmodically. But you just have to wait until the chapter is over. And then a new chapter is opened again and you have to have the patience to wait until positive times come. Negative experiences and feelings fade away with time, even if you don’t have the feeling that it is possible.

Especially in times of Corona, where we are all stuck inside and it feels eternal: This too will pass. It will leave traces, the world will change, but it will pass. This state will not be forever, and we all know that. And you have to be aware of that.

Change is part of life

Change is also scary, especially when you are experiencing positive times. One wants to maintain the status quo. But change is part of life and in many situations change can also give courage. It doesn’t matter if it is heartache, sadness or whatever gives you a headache: it all passes.

Even in everyday life, for example in professional life,you have to remind yourself, that nothing stays the same. Let’s assume that you don’t like your job. Then you can either actively bring the change by quitting your job or by an open discussion or similar actions. Or – since not everyone has the opportunity to actively change something – become aware that nothing stays the same. We must wait until something changes (and then be ready for it). This can be a vacant position or a restructuring within the company or a job offer from outside. You have to keep in mind: Even if I can’t actively change my situation right now, nothing stays the same.

Change is not only negative

This is a lesson I learned on my world trip: Change doesn’t always have to mean something negative, there is a lot of hope in it. And in bad times we should be aware of this fact more often than just regretting when something beautiful has passed.

I hope that I was able to give you some hope with this and I am curious what you will say about this topic.

3 Comments

  • Vanessa April 26, 2020 at 8:51 pm

    Hi Dorie,

    ein toller, offener Beitrag! Mit diesen Gedanken versuche ich mich auch stets wieder positiv zu stimmen,auch wenn es nicht immer leicht ist. Gerade Situationen, die gerade nicht zu ändern sind, anzunehmen und zu akzeptieren statt im Widerstand zu sein: Das lerne ich gerade auch mal wieder. Es ist ein Prozess und da heißt es dranbleiben!
    Ganz liebe Grüße!

    Reply
  • Magda April 18, 2020 at 7:32 pm

    Sehr schön geschrieben! Ich persönlich mag Veränderungen, auch, wenn ich vor jeder extrem aufgeregt bin. Oft gehe ich bewusst Veränderungen ein, da die Lage mir nicht gefällt. Und danach sieht es schon besser aus 😊
    Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende und bleib gesund!
    Liebe Grüße Magda

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  • Nicole Kirchdorfer April 18, 2020 at 11:18 am

    Ich persönlich mag Veränderungen. Natürlich hat man oft auch Angst oder Bedenken, besonders, wenn man schon etwas älter ist – Du Küken – hihi.
    Werde mit meinen zarten 51 demnächst einen ganz neuen Job in einer völlig neuen Branche antreten. Klar, frage ich mich: schaffe ich das, kann ich mich drauf einstellen, aber ich hab ja aktiv was anderes gesucht, denn bei meinem jetzigen Job war für mich eines sonnenklar: so geht es nicht weiter.
    Wie oft habe ich in meinem Leben Paare kennengelernt, die aus lauter Gewohnheit, oder der Angst vor Veränderung zusammenbleiben, obwohl sie sich eigentlich gar nicht verstehen. Könnte mir vorstellen, dass Corona hier eventuell das Faß zum überlaufen gebracht hat. Ich denke, man muss ehrlich zu sich sein und anstatt zu jammern „ich sollte dies, oder jenes tun“ einfach machen. Denn jede Veränderung ist die Chance auf eine Verbesserung. Selbst, wenn man hin und wieder Rückschläge einstecken muss.
    Für Dich ist es jetzt sicherlich auch nicht einfach. Nach einer so freien und allumfassenden Reise eingesperrt zu sein…Aber Entbehrungen hast Du ja bestimmt zu genüge kennengelernt….

    LG und viel Spaß im neuen Leben,
    Nicole

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