1 Tag in Johannesburg: Sightseeing, Essen und Unterkunft

Posted: September 12, 2017 by Dorie

1 Tag in Johannesburg: Sightseeing, Essen und Unterkunft

Okay, zugegeben, ich war ein wenig länger als 1 Tag in Johannesburg, aber es war tatsächlich nur eine Nacht. Und wir haben so viel mitgenommen, wie es uns in dieser kurzen Zeit möglich war. 

Unterkunft

Geschlafen haben wir im 40 Towers Apartment in Maboneng. Das kann ich wirklich nur ans Herz legen. Das Apartment ist wunderschön und sauber, der Vermieter sehr freundlich und zuvorkommend. Außerdem liegt es in einer der sichersten Gegenden Johannesburg, im Viertel Maboneng. Zusätzlich bewacht ein Wachposten den Eingang, was einem schon ein ganz gutes Gefühl gibt. Das Apartment liegt in einem renovierten Fabrik-Gebäude und hat seinen ganz eigenen Reiz dadurch.

Wenn man über Booking bucht, muss man nur darauf achten, dass man vorher nach der korrekten Adresse fragt – diese ist nämlich falsch angegeben, was zu Verwirrung führen kann. Wir haben bspw. die Mail mit der korrekten Adresse zu spät gekommen und sind deswegen einige Zeit im Kreis geirrt. Bis ein Hotspot Klarheit brachte.

Innenaufnahme Forty Twoer Apartment Johannesburg

Blick vom Balkon der Forty Twoer Apartments Johannesburg bei Sonnenuntergang
Blick vom Balkon

Die Gegend: Maboneng

Maboneng erinnert spontan an Brooklyn (zumindest das aus den Filmen, selbst dort war ich noch nicht) oder an Kreuzberg: Renovierte und ausgebaute Fabrikgebäude, hippe Boutiquen und stylische Cafés und Restaurants. Das Hipster-Viertel schlechthin. Schwarze und Weiße leben hier friedlich miteinander (und nein, das ist nicht unbedingt selbstverständlich in Südafrika) und auch sonst ist die Gegend relativ sicher. Es wurden viele private Sicherheitsfirmen engagiert, weshalb es auch nachts kein Problem ist kleine Strecken zu Fuß zurück zu legen.

Man sollte sich einfach durch die Straßen treiben lassen, sich die ausgefallenen Klamotten in den Boutiquen ansehen und sich durch die Cafés und Restaurants probieren.

Straße in Maboneng, Johannesburg

Essen & Trinken

Meine Empfehlungen liegen alle im Viertel Maboneng.

Patapata

Ein wirklich stylisches Lokal, bei dem man auch in der Sonne sitzen kann. Es ist dabei auch nicht zu teuer. Die Frühstückskarte hat eine große Auswahl und der Kaffee ist wirklich gut. Auch die Burger können sich sehen lassen.

Maritzburg St. Ecke Foxstreet.

Patapata Burger in Johannesburg

Living Room

Das Essen habe ich hier nie probiert, aber die Aussicht ist phänomenal. Ziemlich versteckt in einem Bürogebäude, findet man das Living Room dann auf den Dach. 3 Seiten sind offen, aber der Großteil überdacht. Im Winter aber lieber eine Jacke anziehen. Wie der Name vermuten lässt, ist es gemütlich ohne natürlich den alternativen Style zu vernachlässigen. Bewachsene Wände, viele Topfpflanzen, Holz und zusammengewürfelte Deko-Elemente. Dazu den Blick Richtung  Johannesburg Central Business District. Ein hipper Treffpunkt für die jungen Erwachsenen. Die älteren sind aber auch Willkommen.

Main Change Building, 20 Kruger St. Achtung: Die Öffnungszeiten verweigern sich jeder Logik, also besser vorher nachsehen.

Blick vom Livingroom in Johannesburg

Livingroom Johannesburg

Che Argentine Grill

In einem – surprise – hergerichteten Fabrikgebäude findet sich das Che. Hier findet man sich in einer angenehmen Mischung aus leger und chic wieder und kann in einer heimelig hergerichteten Fabrikhalle ausgezeichnetes Steak zum (vergleichsweise) kleinen Preis genießen. Nur, dass man zum Klo über den Hinterhof muss, weckt einen im Winter immer wieder auf. Wir haben dort das beste Steak überhaupt gegessen und einen wirklich schönen und romantischen Abend genossen. Sogar der Chef hat sich blicken lassen, nach unserer Zufriedenheit gefragt und mit angepackt. Auch wenn er’s nicht müsste, denn der Laden brummt: am besten vorher reservieren.

303 Fox St

Dorie und Timo im Che in Johannesburg

Sightseeing

Wer nicht viel Zeit hat und dennoch etwas von Jo’burg sehen will, dem kann ich die Hop-on Hop-off Bustour ans Herz legen. Wie manche vielleicht wissen, gehört Johannesburg jetzt nicht zwingend zu den sichersten Pflastern, die man besuchen kann. Wer nicht sich im Land nicht auskennt und ohne Einheimischen unterwegs ist, der tut gut daran, sich in einem sicheren Bus zu bewegen.

Wir sind zwar auch ziemlich blauäugig durch die Straßen gelaufen, aber hatten auch einfach viel Glück. Hinterher haben wir gelesen, dass der Central Business District zu den gefährlichsten Gegenden der Stadt gehört, was unserer europäischen Logik ziemlich wiederstrebt hat. Passiert ist uns nichts, aber das möchte ich nicht garantieren.

Bei der Busfahrt erfährt man viel über die Geschichte dieser relativ jungen Stadt, kleine Anekdoten zu den Vierteln und man hat die Möglichkeit auch in andere Busse zu wechseln, beispielsweise die Tour durch das Soveto Township. Und natürlich kann man die bestimmten Punkte besichtigen und danach weiterfahren, wie es sich für eine solche Bustour gehört. Wir sind aber dennoch lieber sitzen geblieben, Jo’burg reizt jetzt nicht zwingend mit Prachtstraßen und schönen Ecken zum länger verweilen – zumindest auf der Route.

Kosten pro Person: 13,20$. Online buchbar oder direkt vor Ort. Die nächste Haltestelle am besten vorher googeln.

Straßenbild Johannesburg

Straße Johannesburg

Skyline Johannesburg

Straßenleben in Johannesburg

Rangierbahnhof Johannesburg

Straßenschild in Johannesburg

Hochhausfront in Johannesburg

Bankenviertel in Johannesburg

Spiegelung in einer Häuserfassade in Johannesburg

Busbahnhof Johannesburg

Zebra Graffitti hinter einem Marktstand in Johannesburg

Kaputte Hausfront in Johannesburg

Shopping

Wer das Glück hat, übers Wochenende in Joburg zu sein, der sollte sich auf keinen Fall die vielen Märkte entgehen lassen. Die sollen richtig schön sein. Ich war leider unter der Woche da, aber ich hatte das Glück, dass der Bryanston Organic Market offen hatte. Jede Menge Kunsthandwerk und natürliches Essen. Gehobene Preise, aber wirklich schöne Andenken und pfiffige Gegenstände zu finden. Aber natürlich nicht das, was man sich unter „Afrikanischer Markt“ vorstellen würde 😉

Fazit

In einem Satz lässt sich das wohl am besten so sagen: Ich bin froh, Johannesburg gesehen zu haben, aber ich würde es nicht noch einmal besuchen.

Love ♥ Dorie

PS. Weitere Eindrücke meiner Afrika-Reise findet ihr hier

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