- By Dorie
- April 27, 2018
- Lan Ha Bay Travel Vietnam
Cat Ba: Whisper Nature Bungalows
Ich habe euch bereits von der Lan Ha Bay erzählt, die wir als Alternative zur Ha Long Bay gefunden hatten. Aber der Hauptort war uns immer noch zu voll. Also suchten wir eine Unterkunft in der hintersten Ecke des Naturschutzgebiets. Soweit es eben ging weg von Zivilisation. Und wir wurden fündig in den Whisper Nature Bungalows!
Anreise
Es war nicht ganz eindeutig wann und wo ein Boot abfährt. Cat Ba City hat tatsächlich mehrere Anlegestellen. Am besten nehmt ihr euch ein Taxi zum Ben Beo Terminal. Von dort aus erklärt ihr irgendjemanden, dass ihr zu den Whisper Nature Bungalows wollt (Anlegestelle Ben tau Viet Hai). Wir haben vorher online gebucht, sodass uns jemand vom Hafen abholen kann, denn die Bungalows liegen wirklich in mitten der Natur – Name ist Programm. Die Fährfahrt dauert ca. eine Stunde und führt durch die traumhafte Landschaft der Lan Ha Bay. Wir waren die einzigen Touristen und haben die Fahrt zwischen den Einheimischen und der wunderbaren Landschaft sehr genossen. Mitten drin und nicht nur dabei 😉
Die Anlage
Wir hatten uns ein Zimmer mit A/C gegönnt und bei den schwülen Temperaturen in der Regenzeit, hier direkt am Fuß am Rand des Waldes, war das die einzige Erfrischung. Im Haupthaus gab es WLAN und leckeres Essen. Auch Ausflüge organisieren die Besitzer gerne.
Aktivitäten
Also allem voran solltet ihr einfach mal die Ruhe genießen! Selbst das nahegelegene Dorf ist weit genug weg, um absolute Ruhe zu haben. Start in die Baumwipfel und lauscht den Geräuschen des Urwaldes – davon gibt es genug (und wenn ihr denkt, ihr hört Affen, dann sind es sehr wahrscheinlich nur Vögel).
Außerdem könnt ihr einen Kajak-Ausflug machen. Dafür müsst ihr den ganzen Weg zurück an die Anlegestelle. Hier könnt ihr euch entweder fahren lassen oder ihr leiht euch Fahrräder. Die Besitzer organisieren euch alles! Ihr werdet dann zu einem Floß gebracht und dann könnt ihr einfach los paddeln – von Lagune zu Lagune, zwischen den schwimmenden Dörfern durch, die sich zwischen die bewaldeten Hügel schmiegen und vielleicht entdeckt ihr sogar einen kleinen Strand. Dann kann es aber sein, dass viel Müll angeschwemmt worden ist. Das ist der einzige Nachteil bei diesem Ausflug – aber das ist fast überall das Problem. Mittags kommt man zum Floß zurück, aber wenn man zu spät dran ist, gibt es nur noch Instantnudeln, aber auch die haben uns super geschmeckt. Irgendwann müsst ihr dann zurück sein (gegen 16:00), aber das wird euch nochmal gesagt und dann werdet ihr zurück zur Anlegestelle gebracht. Wer dann noch nach Hause radelt, hat ein ordentliches Sportprogramm abgelegt.
Auch in den Urwald hinter der Bungalowanlage kann man auf eigene Faust. Aber wenn man sich das traut, dann gibt es eine Warnung, die ich aussprechen muss: Wenn die Einheimischen sagen, der Weg ist eindeutig und es ist nicht gefährlich, dann glaubt ihnen NICHT. Ich habe ganz schöne Ängste ausgestanden, denn nicht nur, dass wir uns durch das Gebüsch schlagen mussten (der angeblich erkennbare Weg war bald nicht mehr so eindeutig), es hingen Handtellergroße Spinnen auf Kopfhöhe, sodass wir unfassbar aufpassen mussten und gleichzeitig in die Luft und auf den Boden schauen mussten. Und als wir so auf halben Berg mitten im Dickicht rumirrten, da schlängelte sich eine Baumschlange auf Augenhöhe gemütlich durch das Dickicht. Eine Armlänge entfernt. Das war dann der Moment, an dem wir endgültig unser Vorhaben abbrachen und mit einem Affenzahn den Berg runter rannten. Im Laufe dieser Reise lernten wir dann auch, was es heißt, wenn Einheimische sagen „ungefährlich“. Dann heißt es nur „Es bringt dich nicht um“, aber nicht, dass es harmlos ist. Also wenn ihr die Wälder erkunden wollt, dann nehmt euch besser einen Guide. Außer ihr seid Adrenalinjunkies. Dann viel Spaß 😀
Noch eine kleine Geschichte
Wir waren ja in der Regenzeit in der Lan Ha Bay. Das bedeutet, dass es nicht ganz so heiß ist, dafür unglaublich schwül. Und so kann es doch auch mal vorkommen, dass es Gewitter gibt. Wir haben auch ein paar erlebt und die Naturgewalten dort sind natürlich ganz andere. Nicht nur, dass ein Strommast neben uns plötzlich Funken schlug und darauf hin das Licht ausging. Nach einem richtig üblen Gewitter hörte es auch die Nacht über nicht das Regnen auf. Der winzige Bach, der durch die Anlage lief, schwoll so stark an, dass man bald nicht mehr die kleine Brücke darüber queren konnte. Wir waren froh, dass wir an diesem Tag dann abreisten, denn auf dem Weg zur Fähre wurden uns noch Bilder gezeigt, wie vor einigen Jahren das Tal vollgelaufen ist. Da war von den Bungalows nichts mehr zu sehen. Das war 2016 sicher nicht der Fall, aber unheimlich war es trotzdem. Also auch mit sowas ist zu rechnen, wenn man Schulter an Schulter mit der Natur wohnt 😉
4 Comments
Sarah
6 Jahren agoLiebe Dorie,
super schöne Bilder und ein toller Bericht. Wir waren letztes Jahr auch in Vietnam und habe eine Tour über den Mekong gemacht & waren eine Woche auf der Insel Pu Quoc, es war super schön <3
Liebste Grüße,
Sarah
http://www.vintage-diary.com
Dorie
6 Jahren agoWow, klingt auch super. Ich muss unbedingt wieder nach Vietnam, es gibt noch so viel zu sehen – wie eben Pu Quoc!
Liebe Grüße und schönen Sonntag 🙂
L♥ebe was ist
6 Jahren agowow das schaut ja echt toll aus! ich liebe es im Urlaub mal in eine ganz andere landschaftliche Gegend zu fahren – etwas, dass man von zuhause eben nicht kennt! die Anlage schaut super gemütlich aus 🙂
liebste Grüße auch,
❤ Tina von liebewasist.com
Liebe was ist auf Instagram
Dorie
6 Jahren agoJa, das reizt mich auch immer 🙂 Manchmal muss man nur auf den gewohnten Luxus verzichten können 😀
Liebe Grüße