Zebras baden im See und Gnus stehen im Hintergrund

Der Tarangire Nationalpark: Reisezeit, Tipps und Eindrücke

Posted: Oktober 3, 2017 by Dorie

Es muss nicht immer die Serengeti sein: der Tarangire Nationalpark in Tansania hat uns wunderschöne Eindrücke geliefert. Ich zeige euch die schönsten Eindrücke und gebe ein paar Tipps für eure eigene Safari 🙂 

Blauer Vogel in dornigem Baum im Tarangire NationalparkBeste Reisezeit

In den (europäischen) Sommermonaten findet in der Serengeti die große Migration statt. Das bezeichnet das Spektakel, wenn große Tierherden von Tansania nach Kenia ziehen, da sich dort noch mehr Futter- und Wasserquellen befinden. Diese Wanderung findet jedes Jahr statt und ist für viele Touristen DAS Naturschauspiel, das gesehen werden muss. Doch man kann sich nicht immer sicher sein an der richtigen Stelle zu sein und es kann auch sehr schnell richtig teuer werden in der Serengeti.

So und jetzt spanne ich den Bogen: Im Tarangire Nationalpark findet die kleine Migration statt. Denn auch ein wenig weiter südöstlich der Serengeti wandern die Tierherden in fruchtbarere Gründe und in den Sommermonaten (v.a. August, aber das hängt von der aktuellen Regenzeit ab) machen viele Tiere gerade im Tarangire Nationalpark halt. Der Vorteil: Durch die kompaktere Fläche, sieht man viel mehr Tiere auf engeren Raum. Und das ist atemberaubend! Wir haben kaum eine Minute fahren können, ohne Tiere zu sehen!

Klar sind die Herden kleiner, doch das nimmt der Schönheit nichts. An den Wasserlöchern tummelten sich Gnus, Gazellen und Zebras, Elefantenherden tranken ein paar Meter weiter und große Raubkatzen sonnten sich. Wer einmal das Gefühl von „ich bin in einem Märchen“ haben will, der sollte im August in den Tarangire Nationalpark.

Akazie in braunen Gras im Tarangiree Nationalpark in Tansania

Tipps rund zur Safari-Buchung

Wo man seine Safari buchen kann

Man kann Safaris von vielen Orten aus buchen, sogar von Deutschland aus. Egal, wo man die Safari bucht, man sollte darauf achten, dass es sich um ein „gutes“ Unternehmen handelt. Empfehlungen hierzu gibt es im Internet und in Reiseführern. Wir hatten darauf nicht geachtet, da wir ein wenig überrumpelt wurden. Im Nachhinein hatten wir ein schlechtes Gewissen, da wir das Gefühl hatten, dass unser lieber Guide nicht fair bezahlt wurde. Das Trinkgeld ist da nur ein kleiner Ausgleich. Also lieber ein wenig mehr investieren und dafür mit reinem Gewissen.

Wenn ihr nicht schon vorher bucht, dann gibt es Safari-Anbieter z.B. in Arusha wie Sand am Meer. Aber das kann bei der Auswahl schnell überfordern (jeder hat andere Erfahrungen gemacht, es gibt schon 100 neue Agenturen und das Safari-Zertifikat, das jede Agentur beim Staat beantragen muss, kann auch gefälscht sein). Wahrscheinlich ist es wirklich am einfachsten, wenn man schon vorher eine Idee hat, zu welcher Agentur man will.

Baobab Baum in Savanne im Tarangire Nationalpark, Tansania Zebras baden im See und Gnus stehen im Hintergrund Zebra Oberkörper von der Seite

 

Kosten und  Dauer

Unsere Safari war abgesehen davon trotzdem toll. Billiger wird es, je mehr Leute im Auto sind, da man sich dann die Kosten für Guide und Auto teilt. Generell zahlt man anteilig das Auto, den Guide und den Koch und zusätzlich noch die eigenen Eintrittspreise und eventuell eine Übernachtung. So setzt sich der Preis zusammen, zuzüglich dem Gewinn für die Agentur, Benzin usw. versteht sich. Für eine faire Safari zur Hauptsaison (also eben im August) muss man wohl 250€ pro Tag rechnen, aber das ist nur ein grober Schätzpreis. Nach unten und vor allem aber nach oben sind keine Grenzen offen, je nach Anspruch und Komfort.

Sehr zu empfehlen ist eine mehrtägige Safari. Wir haben in einer wunderschönen Campsite auf einem Berg über dem Lake Manyara übernachtet. So kann man nicht nur länger auf Safari im Nationalpark bleiben, sondern kann auch Abstände zu anderen Nationalparks verkürzen und sehr zeitig zur zweiten Safari in geschlossener Gruppe aufbrechen. Das spart viel Zeit. Außerdem hat man die Möglichkeit noch einen geselligen Abend mit den Mitreisenden zu verbringen. Wir hatten eiförmige Lehmhütten zum Übernachten, die wirklich warm gehalten haben, obwohl es in Tansania um die Jahreszeit (im August ist ja Winter) nachts richtig kalt werden kann. Mit kalt meine ich bis 0°, wir hatten so um die 10°C.

Elefantenherde an Wasserloch im Tarangire Nationalpark in Tansania Bunter Vogel auf Ast

Trinkgeld

Es ist wichtig zu wissen, dass man sowohl dem Koch (dieser kommt mit, wenn man mehrere Tage unterwegs ist) als auch dem Guide ein Trinkgeld geben sollte – und jedem anderem auch, der mitkommt, wie Träger oder Ranger. Es gibt dabei feste Regeln, wie viel man wem geben soll, aber ich bin der Meinung, dass das in der Gruppe besprochen werden sollte. Das Trinkgeld sammelt man dann und gibt es als Gruppe weiter. Das sollte eigentlich vor allen Mitreisenden und Angestellten passieren, damit gesehen wird, dass es auch fair ist. Wir waren da etwas legerer, aber es gab ja nur den Koch und den Guide.
Man gibt dem Koch immer weniger als dem Guide, aber ich glaube wir waren zu beiden großzügig genug. Tansania ist leider nicht billig, auch für Einheimische nicht. Deswegen überlegt euch vorher, ob ihr euch als Europäer mit europäischen Kosten über die Höhe des Trinkgeldes freuen oder eher ärgern würdet 😉 Ach ja: gebt das Trinkgeld immer der Person selbst, wer weiß, ob nicht auch der ehrlichste Veranstalter sich dann eine Trinkgeld-Provision einstreicht. Außerdem ist es eine Wertschätzung.

Was die Ausrüstung betrifft, kann ich euch nicht viel sagen, denn das ist sehr abhängig von eurem gebuchten Paket. Wir waren mit ausreichend Wasser und Essen versorgt. Eventuell sollte man sich etwas wärmeres zum Anziehen mitnehmen und naja, dass man eine gute Kamera mit ausreichendem Zoom braucht, brauche ich ja nicht erwähnen, oder?

Tarangire Nationalpark Eindrücke

Elefantenbaby in hohem, braunen Gras im Tarangire Nationalpark, Tansania

Braune Savanne mit Fluss und Tierherden im Tarangire Nationalpark, Tansania

GEpardenfamilie auf einem Hügel

Büffelherde liegt im Gras im Tarangire Nationalpark

Landschaft im Tarangire Nationalpark

Gazelle im Schatten

Fluss und Lanschaft im Tarangire Nationalpark von oben

Zwei Giraffen in der Landschaft des Tarangire Nationalparks, Tansania

Dorie am Bergrand mit Lake Manyara im Hintergrund Eiförmige, weiße Lehmhütten auf einem Sanplatz

Love ♥ Dorie

3 Comments

  • Pierre November 20, 2017 at 7:12 pm

    So ein schöner Post und noch viel schönere Bilder! Ich war selber vor kurzem erst für vier Wochen in Afrika auf einer Affenfarm und habe auch ein Post geschrieben, würde mich freuen, wenn du vielleicht mal vorbei schaust. 🙂
    Ich will unbedingt nochmal nach Afrika und noch mehr Safaris machen. Ich habe eine im Krüger Nationalpark gemacht und vielleicht werde ich das nächste Mal im tanrangire Nationalpark vorbei schauen. 🙂 Ich bin so neidisch, dass du Geparden gesehen hast, die habe ich leider nicht in der Freiheit gesehen.

    LG Pierre von Milk&Sugar

    Reply
    • Dorie November 21, 2017 at 6:18 pm

      Ja, von den Safaris kann man kaum genug bekommen und jede ist anders!
      Ich schau gleich mal bei dir vorbei 🙂 Das mit den Geparden war wirklich ein großes Glück! Aber dafür habe ich keinen Leoparden gesehen 🙁

      Liebe Grüße und schönen Abend 🙂

      Reply
  • The Stone Town Travel Guide: Sleep, Eat & Activities Oktober 17, 2017 at 7:13 pm

    […] rushing from Safari to Safari and spending our time in chillier places, I couldn’t wait for tropical temperatures and […]

    Reply

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