Bangkok Travel Guide

Vor einiger Zeit habe ich dazu aufgerufen, mir eure aktuellsten Beiträge zu Bangkok zu schicken, denn meine Zeit dort ist bereits 4 Jahre her und ich möchte doch einen einigermaßen aktuellen Guide in die Welt setzen. Puh, ich konnte mich vor Einsendungen kaum noch retten sag ich euch! 

Natürlich kann ich nicht alle nehmen, ich musste mich natürlich für die Besten entscheiden. Aber es wird sicher für alle anderen nochmal eine Chance geben.

Dieser Absatz triefte vor Ironie, denn die geöffneten Tabs aller eingesendeten Beiträge haben nicht mal die Länge meines Bildschirms aufgefüllt, aber ich freue mich trotzdem über alle, die mitgemacht haben 😊 Danke!

Unterkunft

Der Vorteil an Thailand ist, dass alles unfassbar günstig ist. Und wenn man sich mal was leisten möchte, dann sollte man es dort tun. Wir haben damals in einem Hotel genächtigt, das hatte ungefähr 4-5* Hotel Niveau in Deutschland und es war wirklich günstig. Ich weiß jetzt nicht mehr genau wie viel es war, aber sicher nicht über 30€/Nacht. Zusammen. Da es unsere erste Reise nach Asien war, kam uns ein sauberes Hotel in einer angenehmen Gegend wirklich gelegen zum Akklimatisieren. Iris von Freiheitsgefühle kann auch das Old Town Hostel empfehlen. Wirklich billige Hostels und Dorms mitten im Traveller Zentrum findet ihr natürlich auf der berühmten Khao San Road. Auch wir haben dort am Ende unserer Reise genächtigt. Einen guten Eindruck, wie es dort ist, vermitteln Walter & Lisa von Reisezuuns:

Leute, so laut und turbulent wie es in dieser Straße zugeht, kann man kaum beschreiben. Ein Lokal wetteifert mit lauter Musik gegen das Andere: mit allen möglichen Tricks, wie z.B. Boys und Girls, die einem in die Lokal locken wollen und riesigen Schildern, auf denen Getränke und Speisen angepriesen werden. Man kann keine zwei Meter gehen, ohne von jemanden angesprochen zu werden und trotz dieser turbulenten Atmosphäre fühlt man sich nie unsicher oder unwohl. Für alle partygeilen Leute, die sich davon anfixen wollen, ist das genau der richtige Ort. Alkohol, Party und lässige Leute!

Und wer es sich nicht nehmen lassen kann, der findet auf der Khao San Road auch Maden und dergleichen zum Kosten. Kleiner Fun Fact am Rande: Einheimische zahlen für einen Sack voll des schmackhaften Ungeziefers das Gleiche, wie wir Touris für genau 1 (!) Made. 😃

Made essen

Essen & Trinken

Will man sich jetzt nicht zwingend von teuren Maden ernähren, dann hat Bangkok auch für den kleinsten Traveller-Geldbeutel etwas zu bieten. Unsere erste Mahlzeit kostete 1,50€ und inkludierte 2 volle Portionen gebratenen Reis mit Gemüse und Ei (das heißt glaube ich Khao Pad?) und 2 Cokes und wir waren papp satt. Und nein, es folgte kein Durchfall oder ähnliches. Habt bitte keine Angst vor Streetfood oder kleinen Lokalen mit Plastikstühlen. Die Menschen dort haben nur das als Lebensgrundlage. Wenn es sich herumspricht, dass ihr Essen krankmacht, kauft keiner mehr dort. Deswegen bemühen sie sich auch eine gute Qualität zu fabrizieren. Ein gutes Indiz sind natürlich immer Einheimische, die selbst dort essen.

Essen in Bangkok

Es gibt aber trotzdem ein paar kleine Sicherheitshinweise:

  1. Niemals Wasser aus unverschlossenen/wieder verschlossenen Flaschen trinken
  2. Allgemein versuchen mit Leitungswasser nicht in Kontakt zu kommen – Duschen jetzt natürlich ausgenommen. Das heißt: Kein selbstgemachtes Eis im Getränk (und da man meist nicht weiß, woraus das Eis gemacht ist, lieber gar kein Eis).
  3. Verzichtet auf Meeresfrüchte (es sei denn, sie sind fangfrisch) und Milcheis. Oftmals fällt die Kühlkette aus und dann habt ihr den Salat. Apropos Salat…
  4. …Kein Salat und kein ungeschältes Obst. Denn auf der Schale sitzen jede Menge Keime und Salat wird oft nicht gründlich gewaschen oder eben nicht mit sauberem Wasser. Allgemein gibt es eine goldene Regel:

Iss nur, was gekocht oder geschält ist. Oder aus einer Packung kommt.

Wenn ihr euch an diese paar Regeln haltet, dann gibt es kaum was zu befürchten. Alles andere ist einfach Pech. Also ja, probiert unbedingt den Mango Sticky Rice auf der Khao San Road vom Straßenverkäufer, denn das ist wirklich extrem lecker!

Öffentliche Verkehrsmittel

Wir haben uns in Bangkok mit dem Sky Train und TukTuks fortbewegt und gute Erfahrungen gemacht. Bei Tuktuks verhandelt man den Preis immer vorher – und wirklich VERHANDELN, ihr zockt die Einheimischen nicht ab, auch wenn es euch zu billig vorkommt. Denn wenn sie den Preis unfair finden, fahren sie auch nicht. Das merkt ihr dann schon schnell genug. Achtet während der Fahrt nur darauf, nicht euer Gepäck auf der äußeren Seite des Tuktuks zu halten oder irgendwo, wo man leicht rankommt. Es gibt nämlich überall Motorradfahrer, die Touris ihr Hab und Gut während der Fahrt raus klauen und das bekommt ihr nie wieder. Also immer alles schön festhalten und zwischen euch stellen.

0Und es gibt eine Farbordnung. Abe ich habe die farbliche Zuordnung vergessen. Man kann auf jeden Fall die „Schlepper“- Tuktuks bereits an den Farben erkennen. Fragt am besten im Hotel vor Ort nach. Die einen wollen euch mit „Just a really short stop“ für spottbilliges Geld irgendwo noch schnell zu einem Einkaufzentrum bringen, die anderen fahren euch für etwas mehr Geld genau dorthin, wo ihr hinwollt.

Tuktuk fahren

Taxis sind ein Glücksspiel. Auch die sind wirklich billig, aber keiner will sich abzocken lassen. Taxis sind immer gut zu erkennen, aber nicht jeder fährt mit Taximeter. Das ist aber zu 90% billiger als bei einem Fixpreis. Nur wenn ihr im Stau steht, habt ihr mit einem Fixpreis mehr Glück. Das liegt dann in eurem Ermessen. Iris hat den guten Tipp gegeben, sich bei der ersten Fahrt die Tabelle der Kilometerpreise im Taxi abzufotografieren und dann per Google die km-Entfernung nachzusehen. Dann habt ihr einen super Verhandlungsstartpunkt. Noch mehr Tipps zum Verkehr in Bangkok findet ihr bei ihr hier: Rumkommen.

Sightseeing

Man kann glaube ich ewig in Bangkok bleiben und hat nicht alles gesehen. Vor allem wer interessiert an Tempeln ist, findet in Bangkok an jeder Ecke einen. Und alle Sehenswürdigkeiten hier aufzulisten, wäre blanker Wahnsinn. Aber die wichtigsten und eindrucksvollsten sind Folgende:

  • Grand Palace und Wat Po: MUST SEE! Sorry, aber da kommste nicht drum herum. Es ist klar Touri-Spot Nummer 1, aber sogar nach 6 Wochen Thailand und gefühlten 2035 Tempeln, war das immer noch beeindruckend. Und lasst euch von irgendwelchen Leuten auf den Weg dorthin nicht abschrecken, wenn sie sagen „Today closed“. Mööp. Lügner, die euch IRGENDWO hinbringen wollen. Uns wäre das fast passiert und wir wären beinahe umgedreht, aber unser gesundes Misstrauen hat gesagt, wir sollten doch mal bis zum Haupteingang laufen. Und tadaaaa, alles wie gewohnt 😉
  • Lumpini Park: Wunderschön zum durchschlendern, Ausspannen und Ohren vom Stadtlärm erholen 😊 Lumpinipark
  • Chatuchak Weekend Market: Der größte Markt seiner Art in Südostasien. Und leider nur am Wochenende offen. Dort findet ihr alles und man braucht mehr als einen Tag um alles gefunden zu haben. Kunst, Klamotten, Schmuck, Essen und sogar Hahnenkämpfe. Letztere haben wir nicht gefunden und auch die Abteilung mit den Hundewelpen (Vorsicht, nichts für Tierliebhaber) wurde uns erspart. Und wir waren 2x da!! Ideal auf jeden Fall für Mitbringsel und neue Eindrücke
  • Wat Saket bzw. Golden Mount: goldener Berg bezeichnet es ganz gut und von oben habt ihr eine wunderbare Aussicht. Der Aufstieg lohnt sich!
  • Der liegende und der stehende Buddah. Ja der berühmte liegende Buddah. Es gibt auch noch einen stehenden, der nicht weniger imposant ist. Muss man sich schon mal angeschaut haben.
  • Etwas Gruseln im Medizin-Museum: Warum auch immer wir dort gelandet sind, aber es hat Eindruck gemacht. Man wird herzlich begrüßt von entstellten Föten (Sorry für den makabren Joke) und befindet sich dann in Gesellschaft mit Unfall und Mordopfern. Die 3 Mumien sehen ein wenig verwahrlost aus, könnte aber auch an ihrer Körperhygiene liegen. Und wenn einem dann noch nicht speiübel ist, kann man sich von verschiedenen Krankheiten verwöhnen lassen. Ja, so einige Bilder werde ich nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Wer sich aber für Medizin interessiert oder einfach gerne schaudert, der kann einen kleinen Abstecher in die klimatisierten Räume machen
  • Bayoke 2 Tower: Es gibt natürlich ca gefühlt eine Millionen Rooftoopbars aber der Bayoke 2 Tower ist der höchste Turm Bangkoks und man kann für einen relativ hohen Preis auf einen relativ hohen Turm fahren. Aber oben hat man ein Mini-Museum und einen Cocktail mit Knabbereien plus den Besuch der sich drehenden Besucherplattform inklusive. Also vor 4 Jahren war das so für 12€. Ansonsten besucht lieber die von Iris empfohlene Rooftopbar im WaterY. Bangkok von oben
  • Man bin ich blöd das nicht gesehen zu haben: Und zwar den Markt mit dem Zug und den schwimmenden Markt. Muss echt cool sein. Ich war nicht da und ich ärgere mich sehr ☹

Und alles nochmal zusammengefasst:

Party & Backpacker: Khao San Road
Essen: Alles was gekocht oder geschält ist. Und niemals Eis.
TukTuk & Taxis: Verhandeln und auf Ziel bestehen
Sightseeing: Grand Palace & Wat Po, Lumpini Park, Chatuchak Market, Golden Mount, liegender Buddah, schwimmender Markt

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