Travel Guide: Rantepao & Tana Toraja

Posted: Mai 14, 2019 by Dorie

Tana Toraja | English version below

Nachdem ich euch vom, meiner Meinung nach, schönsten Ort der Welt erzählt habe, mache ich mich endlich daran vom faszinierendsten Ort zu erzählen. Die zufällig quasi nebeneinander liegen. Wie auch schon bei den Togian Islands fällt es mir relativ schwer diesen Beitrag zu beginnen. Rantepao und das Tana Toraja Gebiet ist so ein vielseitiger Ort, dass ich befürchte etwas zu vergessen oder etwas falsches zu sagen.

To Dos in a Nutshell:
+ Mit einem Guide die Kultur und Gegend entdecken
+ An einer Beerdigung teilnehmen
+ Im August dem MaNene-Ritual beiwohnen
+ Die Landschaft mit dem Roller erkunden
+ Ein Tana Toraja-Dorf besucen
+ Felsengräber und Tau Taus anschauen
+ Typisches Toraja-Essen probieren
+ Den großen Markt besuchen

Für wen eignet sich Rantepao?

Rantepao und die Tana Toraja sind sicherlich nicht für Jedermann geeignet, wie gleich an meinen noch folgenden Schilderungen ersichtlich sein wird. Naturliebhaber und Menschen, die gerne fremde Kulturen entdecken, sind hier mit Sicherheit gut aufgehoben. Man muss aber einen guten Magen haben und sich darauf einstellen mindestens einmal am Tag mit dem Tod konfrontiert zu werden. Tierliebe ist hier übrigens auch nicht von Vorteil. Denn auch wenn die Tiere hier wertvoll sind, so sind sie dennoch Gebrauchsgegenstände und werden auch so behandelt. Wem das zu nahe geht, für den ist Rantepao wohl eher nicht der richtige Ort.

Wer sind die Tana Toraja?

Wen das nicht interessiert, der sollte zu den Aktivitäten runter scrollen.

Rantepao liegt in der Mitte von Sulawesi, Indonesien und ist berühmt für seine Felsengräber und die einzigartige Kultur der Tana Toraja. Sie sind ein Urvolk aus Sulawesi, welches seine ganz eigene Religion besitzt. Sie glauben an Naturgeister und -Götter und haben einzigartige Rituale und Verhaltensweisen. Was sie für viele Menschen so faszinierend macht, ist wohl ihr Umgang mit den Tod.

Vorbereitung

Verstirbt ein Verwandter, so wird dieser nicht sofort begraben, sondern mumifiziert. Der Geist verlässt zwar den Körper, bleibt jedoch in seiner Nähe. So „wohnt“ der verstorbene Verwandte oft jahrelang weiter mit im Haus, bekommt Essen und Zigaretten, bis seine Beerdigung finanziert ist und vollzogen werden kann. Erst dann „stirbt“ der Verwandte wirklich und seine Seele begibt sich in das Jenseits. Für die Tana Toraja ist das ein großes Fest, denn die Erde ist in ihrem Glauben nur ein Zwischenstopp. Je höher der Rang des Verstorbenen, desto teurer die Beerdigung. Denn alles, was an seinem Begräbnistag geopfert wird, begleitet den Toten mit ins Jenseits. Außerdem gehen die Feierlichkeiten über mehrere Tage und wollen entsprechend vorbereitet sein.

Begräbnisse

Die Begräbniszeremonien der Tana Toraja sind außergewöhnlich. Man erkennt ein Begräbnis schon von Weitem. Es wird eine Bambus-“Arena“ erbaut. Auf der einen Seite befindet sich eine Empore mit dem Sarg. Auf den anderen Seiten erstrecken sich die Zuschauer-Tribünen. Richtig gelesen. Charakteristisch sind auch die roten Fahnen und Stoff-Bahnen, denn eine Beerdigung ist hier ganz und gar kein ruhiges, trauriges Ritual.

Sie erstrecken sich über mehrere Tage und beinhaltet Festessen, Tänze und Schlachtungen. An einem Tag werden die Gäste empfangen und die Geschenke entgegen genommen. Die Familien oder ein Mitglied der Familie führt Schweine und/oder Rinder in die Mitte der Manege, dem sogenannten Rante, während einer der beschenkten Familie laut den Namen der schenkenden Familie und die Anzahl und Art der Geschenke verliest. Geschenkte Büffel und Schweine werden genauestens protokolliert, denn sollte ein Mitglied der schenkenden Familie sterben, so muss genau das Gleiche zurück geschenkt werden. Diese Zeremonie kann sich durchaus über mehrere Stunden erstrecken.

Zu Ehren des Toten werden auch diverse Tänze aufgeführt und Musik gespielt. Die Darbietungen können wild sein, wie dem Kriegstanz, oder auch sehr ruhig, wie beim Ritual „Ma badong“, bei dem die ganze Nacht monoton durchgesungen wird.

Der Höhepunkt einer jeden Feier ist die Schlachtung der geschenkten Tiere. Je mehr an diesem Tag sterben, desto mehr können vom Verstorbenen mit in das Jenseits genommen werden.

Friedhöfe

Friedhöfe im Tana Toraja Gebiet sind nicht wie bei uns. Ein Vergraben in der Erde ist tabu. Stattdessen gibt es Höhlen-, Felsen- oder hängende Gräber. Per Hand werden die Löcher in den Felsen geschlagen, groß genug, damit die ganze Familie dort beerdigt werden kann. Überall im Tana Toraja Gebiet kann man diese Felsengräber sehen. Ganz reiche Familien haben noch Holzfiguren vor den Gräbern, Tau Taus genannt, die das Abbild der Verstorbenen sind.

Zusätzlich gibt es die hängenden Gräber, bei denen Holzpfosten in den Stein geschlagen werden, auf die die Särge gestellt werden. Da die Witterung jedoch keinen Halt vor Sarg-Holz macht, krachen diese dann nach einiger Zeit hinunter. Und bleiben dort liegen.

Gruselig und gleichzeitig schön sind die Baby-Gräber. Babies sind für die Tana Toraja noch zu klein zum sterben, weshalb sie in bestimmte Bäume gelegt werden, von deren Harz sie sich ernähren und mit den Bäumen mitwachsen sollen.

Mittlerweile sieht man aber auch immer mehr Grab-Häuser, denn viele wollen oder können nicht mehr per Hand Löcher in die Felsen schlagen. So stehen überall in der Landschaft mehr oder weniger große Häuser, die auf den ersten Blick ganz normal aussehen, einen Eingang und manchmal sogar einen Balkon haben, aber keine Fenster. Wir haben ziemlich lange gebraucht, um zu checken, dass es sich hier um ein Grab handelt.

Das MaNene-Ritual

Im August gibt es ein paar wenige Tage (je nach Stand vom Mond), an denen die Gräber geöffnet werden. Die Leichen werden exhumiert, ihre Grab-Beutel gewechselt, die Mumien gewaschen und neu angezogen. Oftmals werden sie noch durch das Dorf getragen, bevor sie mit neuen Grabbeigaben wieder zurück gelegt werden. Es ist ein großes und für unsereins ein gruseliges Fest.

Konsequenzen

Die Begräbniszeremonien der Tana Toraja sind unfassbar aufwändig und unfassbar teuer. Vor allem die Büffel und ganz besonders die Albino-Büffel sind ein teures Geschenk. Die Tana Toraja glauben, dass der Verstorbene die Büffel braucht, um ins Jenseits zu gelangen. Je höher der Rang, desto mehr Büffel sollten ihn begleiten, sonst kann es sein, dass seine Seele zurück kommt und die Verstorbenen heimsucht.

Ein Albino-Büffel kann schon mal bis zu 40.000€ (!!!) kosten und das bei einem täglichen Einkommen von umgerechnet ein paar Euros. Jahrelang sparen die Familien auf die Beerdigung hin und sind danach hoch verschuldet. Nicht selten kann der Tod eines Verwandten zum Ruin der Familie führen. Dies ist auch einer der Gründe, warum viele Tana Toraja kurz vor ihrem Tod zu einer anderen Religion konvertieren. Viele wollen es nicht riskieren, dass sich ihre Familie durch die traditionelle Zeremonie in den Ruin stürzt. Heute sind mehr als die Hälfte der Tana Toraja christlich, ein kleiner Teil muslimisch und viele praktizieren Misch-Religionen. Die traditionellen Strukturen brechen langsam auf und verschwimmen.

Aktivitäten in und um Rantepao

An einer Beerdigung teilnehmen

Tod und Begräbnisse sind offensichtlich ein großes Thema im Tana Toraja Gebiet und wer die Chance hat, sollte einem Begräbnis beiwohnen. Je mehr Personen die Beerdigung besuchen, desto bedeutender war diese Person. Deswegen ist man als Tourist immer ein gern gesehener Gast, als weißer Tourist sowieso. Man bringt ein kleines Geschenk mit und mischt sich schließlich unter die anderen Beerdigungs-Gäste. Wir wurden extrem freundlich aufgenommen und weil die anderen Gäste kein Wort Englisch sprachen, so verständigten wir uns mit Händen und Füßen und bekamen Essen, Trinken und Snacks gereicht.

Mein Tipp

Wir haben die Beerdigung mit einem Guide besucht, der genau wusste, wann wo was stattfindet. Den Tag der Schlachtungen wollten wir nämlich auf keinen Fall erleben. Aus Schilderungen einer Mitreisenden weiß ich, dass es wirklich ein brutales Spektakel ist: Den Büffeln wird die Kehle aufgeschlitzt und diese rennen dann wie wild in blanker Panik umher, teilweise in die Tribünen hinein, bis sie ausgeblutet sind und umfallen. Die Wiese im „Rante“ ist am Ende der Schlachtungen ein einziger See aus Blut, was die fleckigen Schuhe der Mitreisenden eindrucksvoll bestätigten. Wir haben von vorne rein auf diesen Anblick verzichten können, die geschlachteten Schweine am Rand der Zeremonie haben bereits gereicht. Der Guide konnte somit den passenden Tag für eine Zeremonie auswählen und uns außerdem mit wichtigen Hintergrund-Informationen versorgen.

Zusätzlich hat er uns noch zu den Orten des MaNene-Rituals geführt, wo wir ebenfalls herzlich empfangen wurden. Ein Guide war hier eindeutig die beste Wahl.

Von den Einheimisichen auf einen Reisschnaps aus dem Bambus-Rohr eingeladen. Kann man nicht ablehnen.

Ein Tana Toraja Dorf besuchen

Von weitem erinnern die langen Giebel der Tana Toraja Häuser ein wenig an Boote. Mir wurde erzählt, dass die Urahnen der Tana Toraja eigentlich ein See-Volk waren, bis sie ins Hinterland verdrängt wurden. Die Häuser sind also tatsächlich den Booten nachempfunden worden und diese Form hat sich bis heute gehalten. Man findet die traditionellen Dörfer überall. Die, die am einfachsten zu erreichen sind, sind für die Touristen schön heraus geputzt mit Blumenrabatten und gepflasterten Wegen. Ein wenig abseits der Haupt-Routen findet man aber auch noch wirklich ursprüngliche Dörfer, in denen alles ein bisschen weniger glamourös zugeht.

Auf der einen Seite stehen die reich verzierten Wohnhäuser, wobei auch hier die außen angebrachten Ochsen-Hörner anzeigen, von welchem Rang die Familie ist. Ihnen gegenüber stehen die Reis-Speicher, die fast genauso aussehen, nur ohne Fenster. Man kann eigentlich jedes Dorf besuchen, bei manchen versucht ein fleißiger Geschäftsmann Souvenirs zu verkaufen, bei wieder anderen wird man nur neugierig beäugt oder einfach ignoriert. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Die Gegend auf eigene Faust erkunden

In und um Rantepao gibt es eine wahnsinnig schöne Natur: Saftige Reisfelder, dichter Dschungel, viele Berge. Man kann sich kaum satt sehen. Deshalb unbedingt einen Roller mieten und die Landschaft auf eigene Faust erkunden. Natürlich kann man das auch mit dem Besuch von Tana Toraja Dörfern oder anderen Sehenswürdigkeiten und Gedenkstätten verbinden. Auch viele Höhlen gibt es in der Gegend um Rantepao, die man erkunden kann. Aber Vorsicht: Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch hier Skelette herum liegen. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es wirklich angenehmere Begegnungen gibt, als mitten in einem einsamen Wald um eine Ecke zum Eingang einer Höhle zu biegen und schließlich einem Schädel in Kopfhöhe in seine leeren Augenhöhlen zu starren.

Den Viehmarkt besuchen

In Rantepao findet man den angeblich größten Büffelmarkt in Südostasien. Kein Wunder, wo den Büffeln hier so eine hohe Bedeutung zugeschrieben wird. Und hier stehen auch richtige Schätze. Wir haben bei einen Albino-Büffel gefragt, wie viel er kostet und es waren stolze 12.000 Euro. Da ist uns die Klappe herunter gefallen.

Außerdem gibt es einen Schweinemarkt. Dieser Anblick hat eine bittere Ironie, denn auch hier werden die Schweine transportfertig verpackt. Es ist wie ein großer Supermarkt, mit dem einzigen Unterschied, dass die Schweine hier noch leben. Auf einem Bambus-“Bett“ gelegt und an Hals und Hüfte mit Schnüren fixiert, warten sie hier, bis sie auf den nächsten Roller verladen werden. Und dann geht’s die holprige Piste entlang in die neue Heimat. Und tatsächlich werden die Schweine nicht immer sofort geschlachtet, sondern gepflegt, bis es sich „lohnt“ sie zu schlachten. Die Tiere sind hier durchaus wertvoll, wenngleich als Gebrauchsgegenstände und nicht als Lebewesen. Ferkel gibt es übrigens dann praktisch im Jute-Sack abgepackt.

Es ist eindrucksvoll und erschreckend und sicherlich kein bisschen schlimmer, als Massentierhalten hier zu Lande! Aber das Geschrei eines panischen Schweins geht einem wirklich durch Mark und Bein.

Wem das alles zu viel ist, der macht vielleicht lieber einen Bogen um diese Abteilung und bleibt beim Gemüse und den Gewürzen oder geht zu Messern & Co. Hier kann man außerdem den Toraja-Kaffee kaufen, welcher zu den teuersten Kaffee-Sorten der Welt gehört und mit Sicherheit ein besonderes Mitbringsel ist. Hier kostet er je nach Sorte um die 5 Euro, kauft man 250g in Wien, darf man dafür 50€ hinlegen.

Traditionelles Toraja-Essen probieren

Pa’piong bspw. ist Schweinefleisch, welches langsam im Bambusrohr gebraten wird. Man muss eigentlich überall vorbestellen, denn die Zubereitung dauert 1-2h. Wir waren im Dulang Cafe (Rimiko Restaurant) fast jeden Abend essen. Auch hier bekommt ihr dieses Gericht. Manchmal spielt Weihnachtsmusik, da nicht immer die Bedeutung der Lieder bekannt ist, aber das Englisch reicht zum Bestellen und Bezahlen aus.

Fazit

Ich hoffe, dass mir alles wichtige zu Rantepao und den Tana Toraja eingefallen ist. Die Geschichte und Kultur ist jedoch so vielfältig und die Gegend so wunderschön, dass man es wohl nie ganz wiedergeben kann und man es mit eigenen Augen gesehen haben muss. Auch wenn es hier nicht immer Happy-Peppi zugeht und der Tod ein ständiger Begleiter ist, war die Reise nach Rantepao die beeindruckendste Reise, die ich bisher gemacht habe und auf keinen Fall missen möchte.


English version

Travel Guide: Rantepao & Tana Toraja

After telling you about what I believe is the most beautiful place in the world, I’m finally going to talk about the most fascinating place. They happen to be next to each other. As with the Togean Islands, I find it relatively hard to start this post. Rantepao and the surrounding area is such a versatile place that I fear to forget something or say something wrong.

In a Nutshell:
+ Discover culture and area with a guide
+ Attend a funeral
+ Join the MaNene ritual in August
+ Explore the landscape by scooter
+ Visit a Tana Toraja Village
+ Watch rock thombs and Tau Taus
+ Try typical Toraja food
+ Visit the big market

For whom is Rantepao suitable?

Rantepao and the Tana Toraja are certainly not suitable for everyone, as it will get clearer from my later descriptions. Nature lovers and people who like to discover foreign cultures are certainly in good hands here. But you have to have a good stomach and be prepared to face death at least once a day. By the way, love of animals is not an advantage here either. Because even if the animals are valuable here, they are still commodities and are treated as such. If that affects you too much, Rantepao is probably not the right place.

Who are the Tana Toraja?

Who does not care, should scroll down to the activities.

Rantepao is located in the middle of Sulawesi, Indonesia and is famous for its rock tombs and the unique culture of Tana Toraja. They are a primitive people from Sulawesi, which has its own religion. They believe in nature spirits and gods and have unique rituals and behaviors. What makes them so fascinating to many people is probably their handling of death.

Preparation

If a relative dies, he will not be buried immediately, but mummified. The mind leaves the body but stays close to it. The deceased relative often „lives“ in the house for years, gets food and cigarettes until his funeral is financed and can be completed. Only then does the relative really „die“ and his soul goes into the hereafter. For the Tana Toraja, this is a big celebration, because the earth is in their faith only a stopover. The higher the rank of the deceased, the more expensive the funeral. Because everything that is sacrificed on his funeral day accompanies the dead to the afterlife. In addition, the celebrations go on for several days and want to be prepared accordingly.

Funerals

The funeral ceremonies of Tana Toraja are extraordinary. You can see a funeral from afar. A bamboo „arena“ is being built. On one side there is a gallery with the coffin. On the other side, the spectator stands extend. Correctly read. Also characteristic are the red flags and fabric webs, because a funeral is not at all a quiet, sad ritual. They span several days and include banquets, dances and slaughterings.

On one day the guests are welcomed and the presents are accepted. The families or a member of the family take pigs and / or cattle to the middle of the ring, the so-called Rante, while one of the gifted family reads aloud the name of the donating family and the number and type of gifts. Gifted buffalo and pigs are carefully logged, because if a member of the donating family dies, then the same thing must be given back. This ceremony can take several hours.

In honor of the dead, various dances are performed and music is played. Musical and dancing performances can be wild, like the war dance, or very quiet, like the ritual „Ma badong“, where the whole night is sung monotonously.
The highlight of any celebration is the slaughter of the gifted animals. The more that day dies, the more can be taken by the deceased into the afterlife.

Graveyards

Graveyards in the Tana Toraja area are not like ours. A burial in the earth is taboo. Instead there are cave, rock or hanging graves. They hit holes in the rocks, big enough for the whole family to be buried there. Everywhere in the Tana Toraja area you can see these rock tombs. Very rich families still have wooden figures in front of the tombs, called Tau Taus, which are the image of the deceased.

In addition, there are the hanging tombs where wooden posts are struck in the stone on which the coffins are placed. However, since the weather does not stop in front of coffin wood, they will crash down after some time. And stay there.

Creepy and beautiful at the same time are the baby graves. Babies are still too small to die for the Tana Toraja, which is why they are placed in certain trees, the resin of which they feed and grow with the trees.

Meanwhile, you can see more and more grave houses, because many do not want to or can not beat holes in the rocks by hand. For example, there are more or less large houses throughout the landscape, which at first glance look quite normal, have an entrance and sometimes even a balcony, but no windows. It took us a long time to check that this is a grave.

The MaNene ritual

In August there are a few days (after the state of the moon) when the graves are opened. The bodies are exhumed, their grave bags changed, the mummies washed and newly dressed. Often they are still carried through the village, before they are put back with new grave goods. It’s a big and for us a creepy celebration.

Consequences

The funeral ceremonies of Tana Toraja are incredibly complex and incredibly expensive. Especially the buffalo and there especially the albino buffalo are an expensive gift. The Tana Toraja believe that the deceased needs the buffalo to get to the afterlife. The higher the rank, the more buffaloes should accompany him, otherwise it may be that his soul comes back and haunts the living.

An albino buffalo can cost up to 40,000 € (!!!) for a daily income of a few euros. For years, the families save on the funeral and are then heavily in debt. Often, the death of a relative can lead to the ruin of the family. This is also one of the reasons why many Tana Toraja convert to another religion shortly before their death. Many do not want to risk their family falling into ruin through the traditional ceremony. Today, more than half of Tana Toraja are Christian, a small part Muslim and many practicing mixed religions. The traditional structures break up slowly and blur.

Activities in and around Rantepao

Attend a funeral

Death and burials are obviously a big issue in the Tana Toraja area and whoever has the chance should attend a funeral. The more people attend the funeral, the more significant the person was. That’s why as a tourist you are always a welcome guest, as a white tourist anyway. You bring a little gift with you and finally join the other funeral guests. We were received extremely friendly and because the other guests spoke not a word of English, we communicated with our hands and feet and were served food, drinks and snacks.

My advice

We visited the funeral with a guide who knew exactly when and where. The day of the slaughter we did not want to experience. From descriptions of a traveling companion I know that it is really a brutal spectacle:

The buffaloes are slashed and these then run around in wild panic, sometimes in the plattforms, until they are too weak and fall over. The meadow in the Rante is a single lake of blood at the end of the slaughter, which was impressively confirmed by the spotty shoes of our companion. We have been able to forego this sight from the very beginning, the slaughtered pigs at the edge of the ceremony have already been enough.

The guide was thus able to select the right day for a ceremony and also provide us with important background information.
In addition, he has led us to the places of the MaNene ritual, where we were also warmly welcomed. A guide was clearly the best choice.

Visit a Tana Toraja village

From afar, the long gables of the Tana Toraja houses are reminiscent of boats. I was told that the ancestors of the Tana Toraja were actually a sea people until they were displaced into the hinterland. The houses have actually been modeled on the boats and this form has held until today. You can find the traditional villages everywhere. The easiest to reach are the touristy ones, with flower beds and paved paths. A bit off the main routes, you can still find really original villages, where everything is a bit less glamorous.

On one side are the richly ornamented houses, with the externally attached ox horns indicating the rank of the family. Opposite them are the rice stores, which look almost exactly the same, but without windows. You can actually visit every village, in some a diligent businessman tries to sell souvenirs, in others you are only curiously eyed or simply ignored. A visit will be worth it in any case.

Explore the Tana Toraja area on your own

Around Rantepao there is an amazingly beautiful nature: juicy rice fields, dense jungle, many mountains. You can hardly get enough of it. Therefore, rent a scooter and explore the landscape on your own. Of course, this can also be combined with the visit of Tana Toraja villages or other sights and memorials. There are also many caves in the area around Rantepao that you can explore. But beware: it’s very likely that there are skeletons around here as well. And I can say from my own experience that there are really more pleasant encounters than to turn around the corner in a lonely forest to the entrance of a cave and to stare a skull at head height into its empty eye sockets.

Visit the cattle market

In Rantepao you will find the supposedly largest buffalo market in Southeast Asia. No wonder, where buffalos are so highly regarded here. And here are also real treasures. We asked an albino buffalo how much it costs and it was a proud 12,000 euros.

There is also a pig market. This sight has a bitter irony, because even here, the pigs are packed ready for transport. It’s like a big supermarket, with the only difference being that the pigs are still alive here. Laid down on a bamboo „bed“ and tied to the neck and hips with strings, they wait here until they are loaded onto the next scooter. And then it’s off the bumpy track to your new home. And indeed, the pigs are not always slaughtered immediately, but maintained, until it is „worth“ to slaughter them. The animals are quite valuable here, although as commodities and not as living things. By the way, piglets are practically packaged in a jute sack.

It is impressive and frightening, and certainly not a little worse than mass animal farming here in Europe! But the screaming of a panicky pig really gets you through the mark and leg.

If that’s too much for you, you might want to avoid this department and stay with the vegetables and spices or go to knives & Co. Here you can also buy the Toraja coffee, which is one of the most expensive coffee varieties in the world and certainly a special gift. Here it costs depending on the variety (Rustica or Arabica) around 5 euros, you buy 250g in Vienna, you can pay 50 €.

Try traditional Toraja food

Pa’piong, for example, is pork, which is slowly fried in bamboo. You have to pre-order everywhere, because the preparation takes 1-2 hours. We actually dined at the Dulang Cafe (Rimiko Restaurant) every night. Sometimes Christmas music plays, because not always the meaning of the songs is known, but the English is enough to order and pay.

Conclusion

I hope I remembered everything important about Rantepao and the Tana Toraja. However, the history and culture is so diverse and the area so beautiful that you probably can never fully reproduce it and you must have seen it with your own eyes. Although it is not always Happy Peppi and death is a constant companion, the trip to Rantepao was the most impressive journey that I have made so far and definitely do not want to miss.

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