Porto Travel Guide: Sehenswürdigkeiten, Tipps & Route
Eigene Reise: 2019. Preise, Tickets, Metro-Zonen, Öffnungszeiten und einzelne Anbieter bitte vor der Reise aktuell prüfen.
Porto ist der unbekanntere kleine Bruder von Lissabon und zweitgrößte Stadt Portugals. Die Stadt versprüht so viel Charme, dass ich mich dort fast wohler gefühlt habe als in Portugals Hauptstadt. Deswegen findet ihr in diesem Porto Travel Guide ganz viele Gründe und Inspirationen, um die Stadt bei nächster Gelegenheit zu entdecken.



Porto Travel Guide: Was lohnt sich wirklich?
Wenn du Porto zum ersten Mal besuchst, würde ich die Stadt nicht überplanen. Porto lebt vom Laufen, Schauen, Treppensteigen, Essen, Ausblicken und diesem leicht bröckeligen Charme am Douro.
- Für den ersten Eindruck: Ribeira, São Bento, Sé do Porto und Ponte Dom Luís I.
- Für Aussicht: Miradouros, Jardim do Morro und Parque das Virtudes.
- Für Meer: Matosinhos als schneller Strand-Ausflug.
- Für Essen: Francesinha, Pastéis de Nata und mein eigener Porto Foodguide.
- Für Shopping: Rua das Flores, kleine Märkte und kreative Viertel.
Wie kommt man nach Porto und wie bewegt man sich vor Ort?
Anreise vom Flughafen
Da Porto einen eigenen Flughafen besitzt, ist die Anreise relativ einfach. Die Metro fährt direkt vom Flughafen in die Innenstadt und bildet so eine günstige Alternative zu Taxi und Co. Das war schon 2019 praktisch und ist auch heute noch einer der angenehmsten Wege in die Stadt.
Update 2026: Ticketpreise und Zonen können sich ändern, deshalb würde ich die aktuelle Zone am Automaten oder in der offiziellen Metro-Info prüfen. Das Grundprinzip bleibt aber: Andante-Karte kaufen, passende Zone laden, Karte behalten und wieder aufladen.
Flughafen/Metro auf Google Maps öffnen
Fortbewegung in Porto
Da man in Porto sehr einfach zu Fuß vieles erreichen kann, würde ich nicht automatisch eine Tageskarte kaufen. Für einzelne Strecken, den Flughafen oder Matosinhos ist die Metro super. Innerhalb der Altstadt ist zu Fuß oft schöner, auch wenn die Hügel nicht ohne sind.

Unterkunft und Reisedauer
Als Unterkunft empfehle ich euch ein Hotel oder Apartment in der Altstadt rund um Ribeira, Baixa oder nahe São Bento, wenn ihr zentral wohnen wollt. Restaurants und Cafés gibt es an allen Ecken, der Fluss ist nicht weit und abends wird es erstaunlich schnell ruhig. Meiden würde ich die Straßen rund um die Rua Cândido dos Reis nur dann, wenn ihr nicht mitten im Ausgehtrubel schlafen wollt.
Wir haben 3,5 Tage in Porto verbracht und ich glaube, das war die perfekte Länge. Ihr braucht mindestens zwei volle Tage für die wichtigsten Orte. Mit drei bis vier Tagen habt ihr mehr Luft für Matosinhos, Gaia, Märkte, Portwein oder einfach Pausen am Douro.

Welche Sehenswürdigkeiten in Porto sollte man sehen?
Ribeira
Das wunderschöne Altstadtviertel am Douro ist vielleicht der schönste Fleck, mit Sicherheit aber der beliebteste. Hier tummeln sich tagsüber die Touristenmassen, Restaurants drängen sich dicht an dicht und Ausflugsboote, Künstler und Marktstände sammeln ihre Besucher ein.
Ein wenig abseits der Hauptplätze, bergauf in den verwinkelten Gassen der Altstadt, begegnen einem verfallene Häuser, kuschelige Ecken und die ein oder andere Katze. An vielen Stellen sieht man den Verfall und teilweise auch Armut, unterbrochen von frisch herausgeputzten Fassaden und vielen Baustellen. Genau diese Mischung macht Porto für mich so spannend.
Ribeira auf Google Maps öffnen

Miradouros bei Sonnenuntergang
Wer mal in Lissabon war, kennt sie: die kleinen, teils versteckten Aussichtsplattformen, die sich über die ganze hügelige Stadt verteilen. Auch Porto hat sie, und deswegen dürfen sie in diesem Porto Travel Guide nicht fehlen. Besonders schön wird es, wenn man den Sonnenuntergang über der Stadt und weiter hinten dem Meer beobachten kann.
Schöne Aussichtspunkte findet ihr zum Beispiel bei der Sé do Porto, an der Rua da Vitória, im Parque das Virtudes oder beim Jardim do Morro auf der anderen Seite der Ponte Dom Luís I.
Sé do Porto · Parque das Virtudes · Jardim do Morro

Ponte Dom Luís I
Jeder, der nach Bildern von Porto googelt, wird ziemlich schnell diese beeindruckende Brücke auf dem Bildschirm haben. Sie wurde von einem Kollegen von Gustave Eiffel errichtet und das sieht man auch. Die stählerne Fachwerk-Konstruktion erinnert ziemlich schnell an das Pariser Wahrzeichen.
Man kann sowohl oben als auch unten die Brücke zu Fuß überqueren. Von oben hat man nicht nur einen wunderbaren Blick, es stört einen auch nur vereinzelt die vorbeifahrende Metro. Unten teilt man sich deutlich weniger Platz mit Autos und anderen Menschen. Mein Tipp: mindestens einmal oben laufen.
Übrigens: Die Ponte Dom Luís I verbindet nicht zwei Stadtteile, sondern tatsächlich zwei separate Städte. Auf der anderen Seite beginnt Vila Nova de Gaia.
Ponte Dom Luís I auf Google Maps öffnen

São Bento und Azulejo-Kirchen
Porto ist für seine tollen Azulejos bekannt, also die meist blauen Fliesen, die sich an Kirchenfassaden, Bahnhöfen und Häusern wiederfinden. Der Bahnhof São Bento hat in der Vorhalle wunderschöne Fliesenbilder, die ganze Geschichten erzählen. Wer zum Fotografieren herkommt, muss allerdings früh aufstehen, tagsüber ist es leider sehr voll.
Bessere Fotospots ergeben sich oft bei den verschiedenen Kirchen, die man mit Glück sogar kurz für sich alleine haben kann. Besonders schöne Motive sind die Capela das Almas, Igreja do Carmo und Igreja de Santo Ildefonso.
São Bento · Capela das Almas · Igreja do Carmo


Lohnt sich ein Ausflug zum Strand in Porto?
Ja, wenn ihr Meer sehen wollt. Der Strand von Matosinhos ist gemütlich, wenn auch nicht blitzschnell, mit der Metro erreichbar. Hier findet sich auch ein beliebter Surf-Spot. Der Strand ist nicht der allerschönste, aber für Füße-ins-Wasser-stecken und Sonnenuntergang beobachten reicht es allemal. Für längere Strandtage würde ich vorher prüfen, welcher Strand gerade am besten zu Wetter, Wind und euren Plänen passt.
Matosinhos Beach auf Google Maps öffnen


Wo kann man in Porto gut essen?
Wie in meinem Porto Foodguide ausführlich beschrieben, findet man in dieser Stadt allerlei Köstlichkeiten. Eine regionale Spezialität ist Francesinha: Brot mit Steak, Wurst, Schinken, Käse und Spiegelei in einer Biersauce. Klingt pervers, ist es auch, schmeckt jedoch köstlich. Ich empfehle es jedem Fleischesser, es einmal in seinem Leben zu probieren. Ich denke jedoch auch seitdem darüber nach, veganer zu werden. 😀
Damit dieser Travel Guide nicht mit dem Foodguide konkurriert, findet ihr die konkreten Restauranttipps, Maps-Links und Updates hier gesammelt: Porto Foodguide: Restaurants, Cafés und ehrliche Tipps.

Wo kann man in Porto schön shoppen?
Rua das Flores
Die Rua das Flores ist die kleine Schwester der Rua de Santa Catarina und meiner Meinung nach die schönere Einkaufsstraße. Während in der Santa Catarina eher die üblichen Marken zu finden sind, reihen sich in der Flores kleine Shops, Cafés und Restaurants dicht an dicht. Dank ihrer zentralen Lage ist sie zwar kein Geheimtipp, aber unbedingt einen Abstecher wert.
Rua das Flores auf Google Maps öffnen

Mercado Ferreira Borges und kleine Märkte
Am unteren Ende der Rua das Flores und ein wenig um die Ecke findet man den Mercado Ferreira Borges. Was für mich auf den ersten Blick wie ein typisches Touri-Abzocke-Ding aussah, entpuppte sich als kleiner Markt mit Handcraft, Seifen, Schmuck und Gewürzen. Nicht günstig, dafür originell.
Auch an der Ponte Dom Luís I und am Ufer des Douro findet ihr immer wieder kleine Stände. Manche sind Massenware, manche echte Perlen. Hier lohnt sich langsam schlendern mehr als gezieltes Abhaken.
Mercado Ferreira Borges auf Google Maps öffnen

Kunstviertel
Porto hat auch ein Kunstviertel Richtung Rua de Cedofeita, von dem ich persönlich jedoch eher enttäuscht war. Vielleicht verstehe ich aber auch nur zu wenig davon. Wenn ihr ohnehin in der Gegend seid, könnt ihr durchlaufen. Als Muss würde ich es nicht verkaufen.

Was haben wir in Porto ausgelassen?
Es gibt ein paar Sachen, die wir ausgelassen haben, die aber in quasi jedem Porto Guide erwähnt werden und deswegen auch hier nicht fehlen sollten.
Mercado do Bolhão
2019 war die historische Markthalle noch eine Baustelle und wir haben sie ausgelassen. Update 2026: Der Mercado do Bolhão ist wieder als Markt aktiv und gehört deshalb heute eher auf die Vielleicht-oder-Ja-Liste, besonders wenn ihr Märkte, Essen und lokale Produkte mögt.
Mercado do Bolhão auf Google Maps öffnen

Livraria Lello
Die Livraria Lello ist vielleicht die berühmteste Buchhandlung Portos. Ich bin mir sicher, dass sie toll ist, aber bei unserer Reise ging die Schlange ewig weit die Straße entlang. Auch wenn der Zutritt beschränkt und kostenpflichtig ist, war mir die Zeit damals zu wertvoll. Wenn ihr unbedingt hinein wollt, würde ich Tickets und Zeitfenster vorher prüfen.
Livraria Lello auf Google Maps öffnen

Portwein-Tasting in Gaia
Porto ist berühmt für Portwein, der in der umliegenden Gegend angebaut und in Vila Nova de Gaia gelagert wird. Von Kellertouren bis Verkostungen findet man hier alles rund um den beliebten Portwein. Da ich nicht so der große Weintrinker bin und meine mitreisende Mutter schon gar nicht, haben wir diesen Punkt ausgelassen. Für viele gehört es aber definitiv zu Porto dazu.

Torre dos Clérigos
Der höchste Turm der Stadt bietet nach über 200 Stufen einen wahnsinnigen Blick über Porto. Dank etlicher Miradouros und Rooftop-Cocktail waren wir jedoch schon von Ausblicken gesättigt genug. Und, wie erwähnt, stehe ich ungern in Schlangen an.
Torre dos Clérigos auf Google Maps öffnen

FAQ zum Porto Travel Guide
Wie viele Tage braucht man für Porto?
Für Porto würde ich mindestens zwei volle Tage einplanen. Ideal sind drei bis vier Tage, wenn ihr auch Matosinhos, Gaia, Märkte, Aussichtspunkte und ein entspanntes Essen ohne Stress unterbringen wollt.
Kann man Porto gut zu Fuß erkunden?
Ja, sehr gut. Die Altstadt, Ribeira, São Bento, viele Kirchen und die Ponte Dom Luís I lassen sich super zu Fuß verbinden. Die Hügel sind allerdings nicht zu unterschätzen, deshalb sind bequeme Schuhe Pflicht.
Ist Porto schöner als Lissabon?
Das ist Geschmackssache. Ich habe mich in Porto fast wohler gefühlt als in Lissabon, weil die Stadt kompakter, rauer und sehr charmant ist. Lissabon ist größer und vielseitiger, Porto fühlt sich schneller vertraut an.
Was sollte man in Porto essen?
Mindestens einmal Francesinha, außerdem Pastéis de Nata, Fisch, Meeresfrüchte und einfache portugiesische Restaurants. Konkrete Empfehlungen findet ihr in meinem Porto Foodguide.









9 Comments
Algarve Tipps – Portugal in der Nebensaison - The Dorie Blog
3 Jahren ago[…] dabei an die heißen Sommermonate, aber die Algarve hat auch im Winter einiges zu bieten. Ich kann Portugal in der Nebensaison wärmstens empfehlen – […]
Alena
7 Jahren agowow, ein super Post und ganz tolle Tipps! Ich mag auch deine Fotos, die machen gleich total Urlaubsstimmung!
Ich war noch nie in Portugal – im September gehts das erste Mal nach Lissabon, ich bin so gespannt!
Porto packe ich mal auf meine Liste! Würdest du nochmal hinfliegen?
Liebst,
Alena
lookslikeperfect.net
Dorie
7 Jahren agoDanke liebe Alena, das freut mich sehr zu hören. 🙂
Ich würde definitiv nochmal nach Porto fliegen. Vielleicht nicht sofort aber in ein paar Jahren. Ich habe mich wirklich total wohl gefühlt und es gibt auch im Umland noch so viel zu entdecken.
Übrigens: Zu Lissabon habe ich auch einen Guide online, falls es dir was nützt: https://thedorie.com/ola-lisboa-ein-reiseguide-fuer-lissabon
Hab einen schönen Sonntag!
Reni E.
7 Jahren agoHallo liebe Dorie,
zunächst einmal bin ich mal wieder sehr beeindruckt von diesem aufwendigen Beitrag!!!
Ich war vor vielen Jahren mal in Porto und war begeistert von der Stadt. Ich würde gerne nochmal hin fahren.
Hab noch einen schönen Maifeiertag
Reni
Dorie
7 Jahren agoVielen lieben Dank 🙂 Das freut mich, dass man die Mühe dahinter erkennt!
Ich würde wahrscheinlich auch irgendwann mal wieder nach Porto fahren. Es ist wirklich eine tolle Stadt 🙂
Einen schönen Sonntag wünsche ich dir
Liebe Grüße
Sabina@OceanblueStyle
7 Jahren agoDu hast wirklich Schönes von Porto hier mitgebracht. Es gibt die Stadt sehr gut wieder. Die Weintour lohnt sich total. Portwein ist ja eher ein Depritif und ich fand es toll, soviel Neues darum zu erfahren. Etwa, dass es auch weißen Portwein gibt.
Wir waren im Juni dort und hatten viel Spaß, mit den Portuensern das Fest des Hl. Johannes zu feiern. Da mein Mann groß ist, hatten die Einheimischen viel Spaß, ihm mit dem traditionellen Poree auf den Kopf klopfen. Das war fast ein Wettbewerb …sehr lustig.
Liebe Grüße von Sabina
Dorie
7 Jahren agoWow, das klingt ja richtig super. So ein Fest mit den Einheimischen zu Feiern ist bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis. Was für ein Glück 🙂
Sollte ich wieder nach Porto kommen, dann werde ich auch so eine Winetasting Tour machen.
Liebe Grüße und schönen Sonntag 🙂
Till
7 Jahren agoJa, Porto und das Umfeld (Dourotal und die Costa Verde) haben uns auch nachhaltig beeindruckt. Ein interessantes Fortbewegungsmittel möchte ich noch empfehlen: Die Touren mit dem Elektrotuktuk, die scheint es auch nach wie vor zu geben. Südostasienfeeling am westlichen Ende Europas, unsere Lady am Steuer war zudem äußerst kompetent. Hier sollten ein paar Bildchen der Tour dabei sein: https://timafe.wordpress.com/2015/11/03/dortmund2porto/ LG Till
Dorie
7 Jahren agoJa, die TukTuks gibt es noch 🙂 Mir ist aufgefallen, dass sie fast ausschließlich von Frauen gefahren werden 😀 Und ich finde es toll, dass sie elektrisch sind, denn in Porto riecht es eh ganz schön nach Abgasen. Wenn ich wieder hin komme, werde ich das mal ausprobieren 🙂
Liebe Grüße!